Brennnessel - Was macht das Unkraut im Kochtopf ?

 
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Brennnessel - Was macht das Unkraut im Kochtopf ?

Wer hat noch nicht die Bekanntschaft gemacht mit Brennnesseln? Zumeist wohl unerwartet in der Kindheit, wenn man während einer abenteuerlichen Wanderung durchs Gehölz plötzlich in einem ganzen Wald von Brennnesseln stand.

Brennnessel – Was macht das Unkraut im Kochtopf ?Das Gefühl in diesem Moment ist etwa so angenehm, als wenn man sich in einen Ameisenhaufen setzt: es brennt. Diese für den Menschen ziemlich unangenehme Angelegenheit hat aber einen Sinn, denn sie dient der Brennnessel als Schutz.

Nicht jeder weiß, dass dieses ungeliebte brennende Unkraut eigentlich in jede Küche gehört und die Gesundheit erheblich verbessern kann.

Im Garten sollten Brennnesseln aus kulinarischen und optischen Gründen nicht fehlen. Es reicht schon eine kleine Ecke, wo sie ungestört wuchern können. Der Grund dafür sind einerseits die Schmetterlinge, denn Tagpfauenauge, Admiral und der Kleine Fuchs brauchen die Brennnesseln als Hauptnahrungspflanze für ihren Nachwuchs. Bietet man ihnen diese Möglichkeit, so kann man sich spätestens im Hochsommer am Anblick der bunten Falter erfreuen.

Aber was noch viel wichtiger ist: Brennnesseln liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe für den Menschen. Ob man sich nun Brennnessel-Saft macht, indem man einige Blätter in den Entsafter gibt, oder ihn als Spinat-Ersatz leicht gedünstet zu sich nimmt, ist dabei zweitrangig.

Eisenkur mit Brennesseln
Die Heilwirkung der Brennnessel ist seit Jahrtausenden bekannt. Als Tee regt sie die Nierentätigkeit an, entschlackt und entgiftet, und in Saftform kann man damit Eisenmangel auf natürlichem Wege beseitigen. Kaum ein anderes Kräutlein verfügt über derart wertvolles Eisen, da es vom Körper – im Gegensatz zu manchen Medikamenten – ohne Probleme aufgenommen und verarbeitet werden kann. Eisen ist, wie wir wissen, sehr wichtig für die Blutbildung und somit für das gesamte Wohlbefinden.

Rezept für Brennnesselspinat
Junge Brennnesselblätter kann man beispielsweise wie Spinat zubereiten: Acht Hände voll Brennnesseln werden kurz mit kochendem Wasser überbrüht – danach brennt die Brennnessel übrigens nicht mehr, keine Gefahr für Zunge und Gaumen also. Nun eine Zwiebel fein würfeln und in Butter glasig dünsten. Schneiden Sie die Brennnesseln fein und geben Sie sie zu den Zwiebeln.

Jetzt gibt man 150 Milliliter Gemüsebrühe dazu und schmeckt mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss ab. Unter ständigem Rühren weiterdünsten lassen. Zuletzt einen Becher Sahne unterrühren und mit einem Tupfen geschlagener Sahne servieren.

Leckere Brennnesselsuppe
Aus frischen Brennnesselblättern lässt sich aber auch eine leckere Suppe machen: Dafür lässt man Butter in einer heißen Pfanne zergehen und gibt zwei fein gewürfelte Zwiebeln hinzu. Mit zwei Esslöffeln Zucker bestreuen und goldgelb dünsten, dann etwa 250 Gramm gewaschene Brennnesselblätter dazu geben und ebenfalls andünsten lassen.

Mit einem halben Liter Hühnersuppe aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Deckel drauf und noch etwa 10 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen. Zu guter Letzt wird die Suppe püriert und 150 Milliliter Schlagsahne beigemengt. Die Suppe mit einem Tupfen Sahne garnieren und heiß servieren.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 30.04.2008
Quelle: kochmix
 
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