Black Food - Der neue Trend, schwarze Nahrungsmittel Teil 1

 
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Black Food - Der neue Trend, schwarze Nahrungsmittel Teil 1

Mancher mag bei „Black Food“ an eine Zierfischfuttermarke denken, aber nein, Black Food ist ein neuer Trend für Gourmets und Gourmands.

Klassisches Black Food: Spaghetti al nero di SeppiaDiesmal kommt der Ernährungstrend nicht aus Amerika, sondern aus Asien. In der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM weist man der Farbe von Nahrungsmitteln gesundheitliche Bedeutung zu – und neben den Farben Weiß, Gelb, Rot und Grün gibt es eben auch Schwarz – und das soll gut sein für die Nieren.

Pechrabenschwarze Paste aus schwarzer Sesamsaat wird in Asien gern in Süßspeisen oder Suppen verwandelt. Schwarze Sojabohnen erleben seit wenigen Jahren eine Renaissance in Form von Gesundheitsdrinks – in Japan, Korea und China schlürft man gesunde Getränke aus Soja, Sesam und schwarzem Reis.

Denn die Lebensmittelindustrie Asiens (und nicht nur Asiens – Kelloggs servierte Kekse, gewürzt mit schwarzer Sesamsaat, Häagen-Dazs entwickelte extra für Japan Eis mit schwarzer Sesampaste) hat schwarze Lebensmittel als neuen Trend für den Bereich functional food entdeckt. Denn die sind nicht nur reich an Anthocyanen, sondern enthalten auch sonst durchaus überdurchschnittlich viele gesundheitlich wertvolle Stoffe wie Mineralien und Spurenelemente.

Schwarze Lebensmittel gibt es natürlich auch in Europa, auch wenn der Trend noch nicht völlig bei uns angekommen ist: Fast schon gewöhnlich sind die schwarzen Oliven. Die spektakulären schwarzen Spaghetti aus Italien gibt es ebenfalls schon länger auch in den Regalen gewöhnlicher Supermärkte zu kaufen. Sie sind mit Tintenfischtinte gefärbt.

Doch wer sich auf die Suche macht, entdeckt noch vieles Essbare, was nicht unbedingt von Menschenhand seine düstere Optik erhält. Die meisten tiefdunklen Lebensmittel stammen aus dem Pflanzenreich.

Farbgeber Anthocyane

Große Mengen an Anthocyanen, Pflanzenfarbstoffe, lassen Obst und Gemüsesorten so dunkel erscheinen, dass wir sie als schwarz bezeichnen, auch wenn die Farbe meist eher tiefdunkelviolett ist.

Den Anthocyanen, die zu den so genannten sekundären Pflanzenstoffen gehören, sagt man positive gesundheitliche Wirkungen nach: Sie sind starke Antioxidantien. Und je dunkler eine Frucht gefärbt ist, desto höher ist ihr Anteil an Anthocyanen und desto mehr freie Radikale sollen sie abfangen und damit unsere Zellen schützen können.

Neuere Studien legen außerdem nahe, dass die Anthocyane entzündungshemmend wirken und einen Schutz vor Herzkrankheiten und Krebs bieten können.

Schwarze Gerichte

In Mexiko schätzt man Frijoles Negros beispielsweise in Form von schwarzem Bohnenpüree zu Burritos und Enchiladas. In China stellt man aus einer besonderen, aromatischen Sorte schwarzer Bohnen mit Knoblauch eine Gewürzpaste her.

In Japan ist man gerne schwarzen Tofu mit der schwarzglänzenden Braunalge Hijiki (Hizikia fusiformis) sowie schwarzen Bohnen. Dieses Gericht ist als kuro inari auf dem Markt.

In Italien gibt es – natürlich – schwarze Spaghetti: Spaghetti al nero di Seppia, gefärbt mit Tintenfisch-Tinte und ansonsten behandelt wie weiße Spaghetti. Sehr dekorativ ist die Kombination mit grünem Spargel oder knallroter Tomatensauce.

Die Katalanen warten dagegen mit schwarzem Reis auf, der aber nicht von Natur aus schwarz ist, so wie der japanische schwarze Reis, sondern ebenfalls mit Tintenfisch-Tinte dunkel gefärbt wird – das Gericht nennt sich Arroz negro oder Arròs negre.

Hier hier geht es zum  zweiten Teil von: Black Food - Der neue Trend, schwarze Nahrungsmittel

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 15.12.2008
Quelle: kochmix
 
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