Bitterstoffe sind wichtig für Ihre Ernährung

 
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Bitterstoffe sind wichtig für Ihre Ernährung

Erinnern Sie sich noch, wie vor etwa 20 oder 30 Jahren Chicorée schmeckte? Der innere Spross war gallebitter, und die meisten Leute entfernten ihn vor dem Essen. Auch Spargel hatte ein kräftiger bitteres Aroma als heute.

Bitterstoffe sind wichtig für Ihre ErnährungManche Möhre entpuppte sich ebenfalls als bitter. Bitteres verlockt nicht zum Mehr-Essen, sondern wirkt als Appetitzügler. Denn der Körper weiß: zuviel Bitteres ist nicht gut. Nur in Maßen dient es der Gesundheit. Weil viele Menschen nichts Bitteres mögen, hat die Agrarindustrie jedoch die Bitterstoffe aus der Nahrung fast weggezüchtet.

Leider hatte die gute Intention einen unerwünschten Nebeneffekt: Nahrung, die nur süß und mild ist, verlockt fast jeden zur Völlerei. Und die Menschen in den ‚entbitterten’ Industrienationen kämpfen mit überflüssigen Pfunden.

Mittlerweile hat man festgestellt, dass Bitterstoffe ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung sind. So regen Bitterstoffe beispielsweise kräftig den Speichelfluss und die Sekretion von Magensäften an. Genug Speichel ist wichtig, um die Nahrung im Mund auf die weiteren Verdauungsprozesse vorzubereiten.

Sobald die Verdauung einsetzt, lässt übrigens das Hungergefühl nach – mit Bitterstoffen kann man also das Sättigungsgefühl beschleunigen. Auch sagt man Bitterstoffen nach, dass sie die Fettverdauung positiv beeinflussen.

Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam konnten bisher 25 Rezeptoren für bitteren Geschmack ausfindig machen, mit denen der Mensch tausende unterschiedliche bittere Stoffe wahrnehmen kann.

Bitterstoffe in der ayurvedischen Küche
Auch in der indischen Gesundheitslehre, im Ayurveda, weiß man um die Bedeutung von Bitterstoffen. Jede ausgewogene Mahlzeit solle sechs Geschmacksrichtungen (Rasas) enthalten, empfiehlt die ayurvedische Küche: süß, sauer, salzig, scharf, zusammenziehend und – last but not least – bitter. Zu den bitteren Gewürzen der indischen Küche gehören beispielsweise Bockshornklee (Methi) und Gelbwurz (Kurkuma).

Integrieren Sie Bitterstoffe in den Speiseplan
Auch wenn aus vielen Lebensmitteln der bittere Geschmack ganz oder weitgehend herausgezüchtet wurde, gibt es doch noch einige Kräuter, Salate oder Gemüsepflanzen, mit deren Hilfe Sie Bitterstoffe wieder in Ihren Speiseplan aufnehmen können.

Bittere Kräuter
Nehmen Sie möglichst frische Kräuter in Ihren täglichen Speiseplan auf. Auch auf dem Fensterbrett oder dem Balkon lassen sie sich selber züchten, und sorgen so nicht nur für Vitamine, sondern liefern auch ganz nebenbei Bitterstoffe. Und natürlich köstliche Aromen sowie belebend grüne Farbtupfer fürs Essen – ob im Salat, im Kräuterquark oder auf Kartoffeln. Zu den Kräutern mit besonders vielen Bitterstoffen gehören:

Basilikum, Borretsch, Pimpernell, Rosmarin, Salbei, Thymian

Bittere Salate und Gemüse
Ob Sie im Garten selber Löwenzahn stechen und Salaten oder Kräuterquark beimischen, Radicchio beziehungsweise Chicorée roh, gedünstet oder überbacken verspeisen – gerade beim Salat gibt es viele Möglichkeiten, auf schmackhafte Weise Bitterstoffe zu sich zu nehmen, beispielsweise mit folgenden Sprossen, Knospen, Salaten und Gemüsen:

Artischocken, Bockshornkleesprossen, Chicorée, Endivien-Salat, Kopfsalat, Löwenzahnsalat, Radicchio, Rosenkohl, Rucola / Rauke

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 15.04.2008
Quelle: kochmix
 
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