Bistronomie - Französische Spitzenküche trifft einfache Lebensart

 
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Bistronomie - Französische Spitzenküche trifft einfache Lebensart

Das Bistro gilt als Inbegriff der französischen Lebensart. In kleinen, schlicht eingerichteten Lokalen treffen sich Einheimische und Touristen auf einen Kaffee oder ein Glas Wein, die Speisekarte ist überschaubar, die Mahlzeiten bodenständig, die Atmosphä

Gastro-Trend - Bistronomie - Französische Spitzenküche trifft einfache LebensartDelikatessen wie Trüffel, Gänseleber oder Jakobsmuscheln suchten die Gäste auf den Karten dieser typisch französischen Gaststätten bislang vergeblich. Doch seit einigen Jahren zeichnet sich in Paris ein neuer Trend ab, der immer mehr Anhänger findet: „Bistronomie“.

Rendezvous von Eintopf und Trüffelsalat
Das Konzept ist so einfach wie bestechend: In einfachen Bistros wird auf dem Niveau der Spitzengastronomie gekocht. In gemütlicher, unkomplizierter Atmosphäre genießt man aufgepeppte traditionelle Gerichte aus Qualitätszutaten zu erschwinglichen Preisen.

Als Pionier der Bistronomie gilt der Küchenchef Yves Camdeborde. In seinem Restaurant „Comptoir du Relais“ stehen sowohl traditionelle regionale Gerichte als auch überraschende Haute Cuisine-Kreationen auf der Karte. Berührungsängste? Fehlanzeige. In dem Weinlokal im 30er-Jahre-Stil trifft das rustikale Croque Monsieur auf die edle Hasenterrine und die herzhafte Weißwurst auf den kostbaren Trüffelsalat. 

Kampf gegen die Geschmacksglobalisierung
„Im Prinzip wollen wir mitten in Paris Landgasthäuser entstehen lassen“, beschreibt Camdeborde den Reiz der Bistronomie. „Wir haben qualitativ anspruchsvolle Orte geschaffen, mit angenehmem Ambiente und einer authentischen Gastlichkeit, die gute Qualität zu vernünftigen Preisen bietet.“ Obwohl Camdeborde nichts gegen die allgegenwärtige Fusion-Küche hat, sieht er in der Globalisierung des Geschmacks eine nicht zu unterschätzende Gefahr: „Wenn alle in dieselbe Richtung gehen, finde ich das bedenklich. Das hieße ja, dass wir in 20 oder 25 Jahren überall das gleiche Essen serviert bekommen, sei es in Spanien, in Italien, Frankreich, in England oder in den USA.“ Wahre Magie besitzen für ihn dagegen einfache traditionelle Gerichte wie der Eintopf Cassoulet oder russische Eier.

Intuitive Küche in entspannter Atmosphäre
Doch nicht nur das Essen, auch die entspannte Atmosphäre und ein gut gelaunter Service machen den Bistronomie-Charakter aus. „Das Restaurant bleibt ein lebendiger Ort, an dem man sich entspannt“, betont Camdeborde. „Wir haben uns vom Zeremoniellen und Musealen der hohen Gastronomie entfernt und einen gemütlichen Raum geschaffen.“ Bereits Anfang der 90er Jahre eröffnete der populäre Küchenchef ein Bistro im 14. Pariser Arrondissement, in dem er feine Küche zu bezahlbaren Preisen anbot. Ein neues Konzept, das die  Pariser Bistro-Kultur wieder aufleben ließ und bald auch bei seinen Kollegen Schule machte.

Perfekte Synthese mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
Seinen Namen bekam das Phänomen Bistronomie im Jahr 2003. Wortschöpfer und Geburtshelfer war der Gastronomiejournalist Sébastiaen Demorand, damals Feuilletonist beim Pariser Lifestyle-Magazin „Zurban“. Für Demorand ist Bistronomie die perfekte Synthese aus Bistro-Ambiente und gehobener Küche: „Ich glaube, dass der Großteil der Gäste, vielleicht ohne es sich bewusst zu machen, heute ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis will, ohne dabei 14 wie Pinguine gekleidete Kellner und zwölf Sommeliers um sich zu haben, die ständig nachschenken und alle dreißig Sekunden fragen, ob alles in Ordnung ist.“

Glückliche Gäste statt Sternenregen
Ohne Frage: Bistronomie ist ein Erfolgsrezept. In Paris ist das Konzept mittlerweile so populär, dass neugierige Gäste auf Tisch im „Comptoir du Relais“ acht Monate warten müssen. Dass der allmächtige Guide Michelin noch nie ein Restaurant mit Bistro-Atmosphäre auszeichnete, stört die Bistronomie-Anhänger wenig; schließlich hat auch Yves Camdeborde noch nie einen Stern erhalten. Dem berühmten Küchenchef ist es wichtiger, dass die Gäste beim Verlassen seines Restaurants sagen: „Wir hatten eine gute Zeit“.

Mehr zu „Bistronomie“ erfahren Sie am 26. Dezember um 18.30 Uhr in der Sendung CHIC auf Arte.
Die europäische Lifestylesendung stellt Ihnen außerdem die Dreisterneköche Yannic Alléno und Anne-Sophie Pic vor, verrät Ihnen ein außergewöhnliches Rezept mit Datteln und besucht die Austerninsel Sylt.

Noch bis zum 4. Januar 2008 überrascht Sie CHIC zu einer ungewohnten Uhrzeit am Vorabend. Mit neuen Trends, ungewöhnlichen Ideen und kreativen Köpfen, die Lust aufs Genießen, Entdecken und Feiern machen. Wie gewohnt charmant präsentiert von Valeria Risi.


Pressekontakt:
red roses communications (im Auftrag der Produktionsfirma 2P2L)
Jenny Bruhn, Schrammsweg 11, 20249 Hamburg, Tel.: 040-469677025, Fax.: 040-469677099
E-Mail: j.bruhn@redroses-pr.com

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 10.12.2007
Quelle: red roses communications GmbH
 
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