Baumkuchen, sieht lustig aus und schmeckt

 
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Baumkuchen, sieht lustig aus und schmeckt

Für seine Fans steht außer Frage, dass er der König aller Kuchen ist: der Baumkuchen.

BaumkuchenEr sieht aus wie ein Baumstamm, hat unzählige feine „Jahresringe“ wie ein Baumstamm, schmeckt aber glücklicherweise nicht wie ein Baumstamm. Sondern sehr fein nach Schokolade, Rührteig und ein bisschen nach Weihnachten.

Denn in Deutschland fügt sich der industriell hergestellte Baumkuchen alljährlich in das Supermarkt-Leckereien-Arsenal der Adventszeit ein. Auch mit Alkohol getränkte Baumkuchenspitzen warten zwischen Lebkuchen und Zimtsternen auf hungrige Naschkatzen. Ob gekauft oder selbst gemacht: Baumkuchen ist nicht nur köstlich, sondern auch lange haltbar und unübertroffen saftig.

Rezept vom Arzt: Baumkuchen

Was immer auch Kurfürst Friedrich Wilhelm für Leiden plagten – sein Leibarzt muss es gut mit ihm gemeint und bei allen Heilungsversuchen auch an seinen Seelenfrieden gedacht haben. Denn der Baumkuchen wurde erstmals im diätetischen Kochbuch von Leibarzt Johann Sigismund Elsholtz erwähnt, was angesichts der Kalorienbilanz des Gebäcks aus heutiger Sicht verwundern mag.

Doch für das Gemüt, daran gibt es keinen Zweifel, ist der Baumkuchen eine hervorragende Medizin. Wer ihn selbst zubereiten möchte, sollte jedoch starke Nerven und Geduld mitbringen. Denn der König der Kuchen wird schichtweise und im Original am Spieß über der offenen Flamme gebacken. Das verschlingt Zeit, führt aber zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis.

Teigschichten plus Hitze ergibt Jahresringe

Vielleicht liegt das Geheimnis des Baumkuchens aber auch in seiner streng geregelten Rezeptur. Diese darf nämlich kein aufblähendes Backpulver enthalten und spart nicht an guter Butter und frischen Eiern.

100 Gramm Mehl müssen sich mit 100 Gramm Butter und 200 Gramm Eiern ergänzen. Hinzu kommen Zucker, eine Prise Salz und etwas Vanille; erlaubt und beliebt sind überdies Honig, Alkohol, Marzipan und Nüsse.

Der Teig wird auf eine so genannte Walze gestrichen und hauchdünn über offenem Feuer gebacken. Immer und immer wieder kommt eine neue Schicht auf den sich drehenden Spieß. Dadurch entsteht die an die Jahresringe der Bäume erinnernde Marmorierung des Kuchens. Wenn der Kuchen die gewünschte Dicke erhalten hat, wird der Spieß vorsichtig entfernt und der „Baumstamm“ in dunkle oder helle Schokolade getaucht.

Durch diese Glasur, aber auch durch das schichtweise Ausbacken, bleibt der Kuchen lange haltbar und eignet sich ideal für die Vorweihnachtszeit. In Deutschland gibt es mehrere Konditoreien, die sich auf die Zubereitung des Baumkuchens spezialisiert haben und sie in zahlreichen Varianten anbieten. Auch in den Supermärkten locken sie Süßmäuler magisch an – entweder als kleines Baumstämmchen oder in zarte Spitzen geschnitten, die mit Orangenlikör, Rum oder Mandellikör getränkt wurden.

Baumkuchen ohne Spieß selbermachen

Wer sich selbst die Mühe machen möchte, einen Baumkuchen zu kreieren, kann dies auch mit einer Kastenform tun, in die nach und nach jeweils eine Schicht Teig gegeben und diese bei 200 Grad Umluft auf der obersten Schiene sechs bis sieben Minuten lang gebacken wird.

Nun stellt sich die Frage, wer solch einen komplizierten und zeitaufwändigen Kuchen überhaupt erfunden hat? Doch Historiker sind sich sicher, dass der Baumkuchen nicht nur der König, sondern auch der Vater aller Kuchen ist.

Schon vor tausenden vor Jahren soll er am offenen Lagerfeuer gebacken worden sein – allerdings war der Teig damals zäher, so dass er um den Stab herum gewickelt werden konnte. Mit der Zeit verfeinerten einige Bäckermeister das Rezept, bis der Baumkuchen komplett auf dem heutigen Rührteig basierte.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 29.11.2008
Quelle: kochmix
 
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