Bärlauch der wilde Verwandte des Knoblauchs

 
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Bärlauch der wilde Verwandte des Knoblauchs

Von Februar bis April bedeckt sich der Boden in Buchen- und anderen Laubwäldern auf kalkigen und nährstoffreichen Böden mit 15 bis 40 cm hohen, glänzendgrünen, weichen Blättern.

Bärlauch – der wilde Verwandte des KnoblauchsVon Mai bis Juni kann man auf dem Blättergrund dann ganze Teppiche filigraner Dolden mit weißen Blütensternen sehen. Die Nase ist bei diesem Anblick irritiert: die Luft ist geschwängert mit einem Duft, der nicht so recht zu dieser Zartheit passen will: es riecht kräftig nach Knoblauch. Ende Mai ist der Spuk meist vorbei, der Wald duftet wieder, wie man es erwartet.

Was da im zeitigen Frühjahr blüht und stinkt, wie mancher findet, ist ein Kraut, das in den vergangenen Jahren dank seines angenehm knoblauchartigen Geschmacks und seiner Heilkräfte immer beliebter geworden ist: der Bärlauch.

Allium ursinum, so der lateinische Pflanzenname, wächst in den schattigen, humusreichen und feuchten Wäldern Europas und Nordasiens fast überall. Er ist verwandt mit Lauch und Zwiebeln.

Seine Blätter ähneln denen des Maiglöckchens oder der Herbstzeitlose – immer wieder verwechseln Sammler diese Pflanzen. Ein fataler Irrtum, denn sowohl Maiglöcken als auch Herbstzeitlose sind hoch giftig. Wer also unsicher ist, lässt lieber die Finger vom Selberpflücken und kauft das leckere Kraut auf dem Markt ein.

Wer seine Nase einsetzt, sollte allerdings im Normalfall in der Lage sein, den Bärlauch von Maiglöckchen ebenso wie von der Herbstzeitlose zu unterscheiden. Denn wenn man die Bärlauchblätter knickt und reibt, duften sie intensiv knoblauchartig.

Ursache sind bestimmte ätherische Öle, die, ähnlich wie beim Knoblauch, zahlreiche Schwefelverbindungen enthalten. Die sind gesund, sorgen für den inneren Frühjahrsputz und miefen erbärmlich. Doch Bärlauch hat –im Gegensatz zu Knofelknollen – den Vorteil, dass man am nächsten Tag nicht stinkt wie Bärendreck.

Das ist sicher einer der Gründe, die ihn seit einiger Zeit so beliebt macht. Die Nouvelle Cuisine hat seine geschmacklichen Vorteile längst entdeckt. Sie verwendet ihn als Fischfüllung oder zu aufregenden Kombinationen in der Dreiheit von Pesto, Suppe und Risotto. Als Würze in Frischkäse oder Würstchen macht er sich gleichfalls gut. Und Essig, der mit Bärlauch aromatisiert wurde, verfeinert jeden Salat. Kleine, würzige Bärlauchwaffeln bereichern als Amuse-Gueules jedes Festmahl, er eignet sich für Mischsalat genauso wie als feines Gewürz für verschiedene Gemüse.

In der Volksmedizin setzt man den Bärlauch ganz ähnlich ein wie Knoblauch: gegen Arterienverkalkung und hohen Blutdruck ebenso wie als Reinigungsmittel für Magen und Darm (z. B. bei Wurmbefall). Auch Menschen mit empfindlichem Magen vertragen meist einen Heiltrunk aus der in Scheiben geschnittenen, länglichen Bärlauchzwiebel, die man ca. 2,5 Stunden in warmer Milch ziehen lässt und dann schluckweise trinkt. Man schreibt der Pflanze insgesamt positive Wirkungen bei Verdauungsstörungen zu, insbesondere bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Durchfall. Bärlauch wirkt antibakteriell und angeblich auch schwach blutdrucksenkend.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 20.02.2007
Quelle: Kochmix
 
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