Anna Sgroi - das sizilianische Energiebündel am Kochtopf

 
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Anna Sgroi - das sizilianische Energiebündel am Kochtopf

Wie so viele weibliche Spitzenköchinnen entdeckte auch Anna Sgroi ihre Berufung auf Umwegen. Die Vorliebe für scharfe Schneidewerkzeuge war zwar ebenso vorhanden, wie überbordende Kreativität.

Sgroi - Speisen für GourmetsDoch landete die Sizilianerin Sgroi nicht etwa direkt in einer Küche, sondern erst einmal in einem Mailänder Friseursalon. Von der Arbeit dort war sie bald gelangweilt und beschloss kurzerhand, nach Hamburg zu ziehen und dort mit einem Freund das Restaurant „Anna e Sebastiano“ zu gründen. Das „Anna e Sebastiano“ ist zwar mittlerweile Geschichte, die Leidenschaft zum Kochen aber blieb, ebenso der Wunsch, ein eigenes Restaurant zu führen.  

Anna Sgroi ist eine Autodidaktin am Herd, ignoriert man das dreitägige Praktikum, das sie in der Küche von Gualtiero Marchesi (dem berühmten italienischen Drei-Sterne-Koch und Mitbegründer der Eliteköche-Vereinigung Euro-Toques) absolvierte. Von ihm wollte sich Sgroi vor der Eröffnung ihres zweiten Restaurants in die Finessen der Gourmetküche einweihen. Marchesi war offenbar ein so guter Lehrmeister, dass Sgroi nach drei Tagen befand, sie habe genug gelernt.

So geradlinig und kreativ wie Anna Sgroi selbst ist auch ihre Küche. Der größte Luxus für Anna Sgroi sind hochwertigste Zutaten, die sie sorgsam kombiniert. Und während sie aufwändige und zeitraubende Dekorationen anderen überlässt, kann die Überlegung, welche Zutaten optimal zueinander passen, schon eine kleine Ewigkeit in Anspruch nehmen.

Das „Sgroi“ – Luxus in Hamburgs In-Viertel St. Georg

In St. Georg, das heute als eines der aufstrebenden Viertel Hamburgs gilt, pulsiert das Leben. Kunst und Kultur locken ein multikulturelles Publikum an und das Viertel war für Anna Sgroi genau der richtige Ort, an dem sie es mit ihrem gleichnamigen Restaurant versuchen wollte. Im September 2002 eröffnete das „Sgroi“ seine Pforten und nur zwei Jahre später, 2004, leuchtete dank Anna Sgroi der erste Michelin-Stern über ihrem Restaurant in St. Georg. Dabei handelt es sich nicht um „irgendeinen“ Michelin-Stern, sondern um den ersten, der an eine in Deutschland kochende Italienerin verliehen wurde.

Auf ihren Lorbeeren ruht sich die Chefin indes nicht aus und so ist die Gefahr, zwar im Sgroi“ zu essen, aber dort von einem beliebigen Koch abgespeist zu werden, gering. Die Kochleidenschaft lässt Anna Sgroi einfach nicht los und in einem Interview erklärte sie einst, dass sie immer noch für sich selbst zu kochen pflege.

Nicht von ungefähr bezeichnet sie sich selbst als absolute Perfektionistin – und die überlässt in ihrer Küche natürlich nichts dem Zufall, sondern steht höchstpersönlich am Herd.

Wer Anna Sgroi einen Besuch abstatten möchte, sei vorgewarnt. Wer das Edelrestaurant betreten möchte, muss anklingeln. Hier wird Esskultur groß geschrieben: Im „Sgroi“ ordert der Gast nicht einfach nur einen Salatteller oder gar nur einen Espresso. Wer das „Sgroi“ besucht, sollte genügend Zeit für ausgiebigen Genuss mitbringen – und diesen auch bezahlen wollen.

Wer nach dem Hochgenuss noch etwas mit nach Hause nehmen möchte, kann sich als rechter Gourmet im Feinkostladen Alimentari mit italienischen Köstlichkeiten aus Anna Sgrois Küche und dazu passenden feinen Weinen gleich nebenan eindecken.

Homepage: http://www.sgroi.de/
Sgroi, Lange Reihe 40, 20099 Hamburg, Tel. ++49 / (0) 40 / 28 00 39 30

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Kategorie: Koeche
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Erfassung: 26.11.2009
Quelle: kochmix
 
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