Absinth die grüne Fee Extrait de Absinth

 
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Absinth die grüne Fee Extrait de Absinth

Absinth - Grüne Fee nannte man ihn in Frankreich, zur „grünen Stunde“ am Spätnachmittag zwischen vier und sechs Uhr trank man ihn, der Maler Pablo Picasso wählte ihn als Sujet für einige Kunstwerke, und die Bohéme liebte ihn.

Absinth die grüne Fee Extrait de AbsinthAbsinth, die Modedroge im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts. Und neues Lieblingsgetränk in Szenebars.

Die bitter-aromatisch Kräuterspirituose mit 40 bis 80 % Alkohol hat eine zart grünliche Farbe. Wermut (Artemisia absinthium), Anis (Pimpinella anisum) und Fenchel (Foeniculum vulgare) sind die Kräuter, die dem Absinth seinen charakteristischen Geschmack verleihen, je nach Rezept tragen beispielsweise Ysop (Hyssopus officinalis), Zitronenmelisse (Melissa officinalis), Angelikawurzel (Angelica archangelica) oder Koriander (Coriandrum sativum) zum Aroma bei.

Wermut enthält das Nervengift Thujon, dem man eine sehr verderbliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit nachsagte – angesichts einer nervlich zerrütteten Genießerschaft kein Wunder. Ihm verdankt der Absinth seinen grandios schlechten Ruf und das Verbot der Absinthherstellung in allen europäischen Staaten bis spätestens zu Beginn der 1920-er Jahre. Die Mengen an Thujon im Absinth waren jedoch ziemlich sicher gänzlich unschuldig am körperlichen und geistigen Ruin so manchen Trinkers, was man auch zu Beginn des Jahrhunderts durchaus schon vermutet hatte.

So schrieb Meyers Konversationslexikon im Jahr 1905 unter dem Stichwort Absinth: „ Der regelmäßige Genuß des Absinths wirkt zerstörend auf die Gesundheit, namentlich auf das Nervensystem“ und kommentierte die „Absinthseuche“: „Der Einfluß des Absinths auf den menschlichen Körper ist seit Langem als verderblich erkannt worden, aber man hat noch bis jetzt einige Zweifel darüber gehabt, welche Rolle bei der schädlichen Wirkung der Gehalt von Alkohol spielt“. Diese Zweifel sind heutzutage weitestgehend ausgeräumt. Alkohol en masse, unreiner Alkohol und Zusätze wie etwa Kupfersulfat, die die Farbe verstärken sollten, haben ziemlich sicher den Bohemiens Halluzinationen, zittrige Glieder und sogar Blindheit beschert.

Seit einigen Jahren darf Absinth wieder produziert und verkauft werden (obwohl man munkelt, dass die Produktion von einigen treuen Anhängern der grünen Fee auch zu Zeiten des Verbots im Untergrund heimlich weiterbetrieben wurde). Heutzutage ist der Maximalgehalt an Thujon vorsichtshalber festgelegt, doch viele Absinthhersteller unterschreiten diesen Wert noch. Wegen des hohen Alkoholgehalts sollte man dem Genuss jedoch noch immer in Maßen statt Massen frönen.

Das Absinth-Ritual
Um das Trinken von Absinth rankt sich ein kleines Ritual, das den Spieltrieb befriedigt und die Vorfreude erhöht. Um die l'heure de l'absinthe traditionell zu begehen und den Absinth standesgemäß zu trinken, braucht man diverse Gerätschaften und Zutaten: Natürlich zunächst einmal die grüne Fee selbst, dann Würfelzucker und eine Karaffe frisches, kühles Wasser. Zu dem dickwandigen, gestielten Absinthglas benötigt man unbedingt noch einen passenden spatelförmigen Absinthlöffel, der von einem stilvollen gelochten Ornament durchbrochen ist.

Wässrige Variante
Man gießt etwa 2 cl Absinth in das Glas und legt dann den Löffel mit einem oder zwei Stück Würfelzucker über das Glas. Darüber gießt man langsam kühles Wasser in der gewünschten Menge. Und sinnt dabei der Veränderlichkeit der Welt nach, wenn sich der Zucker auflöst und der grüne Alkohol sich mit dem Wasser zu einer neblig-weißen Flüssigkeit verwandelt.

Feurige Variante
Man gießt etwa 2 cl Absinth in das Glas und tunkt ein Stück Würfelzucker hinein, bis er sich mit Absinth vollgesaugt hat. Den getränkten Zucker legt man auf den Absinthlöffel und zündet ihn an – er brennt mit bläulicher Flamme, der Zucker karamellisiert und tropft ins Glas. Anschließend mit kaltem Wasser aufgießen – fertig ist die neblig grüne Fee. Achtung: Beim feurigen Absinth-Ritual sollte man Vorsicht walten lassen – hochprozentiger Alkohol brennt gut… Also weder den Kopf noch sonstiges brennbares Material über das Absinthglas halten.

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Erfassung: 04.04.2007
Quelle: Kochmix
 
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